Laura Läuft
Es war der letzte Wettbewerb im Triathlon der den neunten Wettkampftag der diesjährigen olympischen Spiele startete. Genauer gesagt war die Mixed-Staffel heute dran. Deutschland - mit der Rennnummer zwei ausgestattet - hat keine schlechten Chance auf eine gute Platzierung. Doch mit dem was am Ende des Rennes geschah rechnete niemand. Tim Hellwig startet als erstes. Nach zwanzig Minuten beendet er seinen Lauf aus 300m Freiwasser, 7 Kilometer Rad und 1,8 Kilometer Laufen. Lisa Tertsch folgt. Sie macht ein sehr gutes Rennen. Erst überholt sie die Schweizerin Julie Derron und kann sich kurz vor dem Wechsel auf Lasse Lührs auf den ersten Rang setzen. Mit einer Führung geht Lührs also in das Wasser der Seine. Erst in der Laufstrecke überholt der Brite Samuel Dickinson ihn. Lührs bleibt aber durchgehend an ihm dran. Es beginnt die Legende von Laura Lindemann die das beste Rennen macht was in ihr steckt. In der Seine bleibt sie eng an Beth Potter doch kann sie nicht ganz einholen. Es entwickelt sich ein Dreikampf zwischen den USA vertreten durch Taylor Knibb, den Briten (Beth Potter) und eben Laura Lindemann die für das Deutsch Team antritt. Im Radrennen kann Potter etwas Abstand zu Knibb und Lindemann gewinnen. Beide holen aber spätestens in der Laufstrecke wieder auf. Hier zeigt sich dann die Klasse von Lindemann. Im letzten Abschnitt ist eine überragende Läuferin. Knibb und Lindemann machen Gold unter sich aus, Potter fiel nämlich ein wenig zurück. Noch bevor es auf die letzten 100m ging hatte Lindemann die Führung. Seit setzt zum Sprint an und durchquert die Ziellinie. Es ist ein weiteres Mal Gold für Deutschland. Was für ein Rennen. Es ist die erste Medaille im Triathlon seit 2008 als Jan Frodeno gewinnen konnte. Letzterer kommentierte beim ZDF übrigens überragend.
Müller und Tillmann sind raus
Bis in den Tiebreak ging das Match zwischen Svenja Müller und Cinja Tillmann gegen die Lettinnen Tina Graudina und Anastasija Samoilova. Der erste Satz verläuft schwach für das Deutsche Duo. Mit 13:21 geht man gegen starke Letten fast schon baden. Problematisch war meist die Annahme die heute irgendwie nicht sitzen wollte. Im Aufschlag wurde man so schnell durch präzise Schläge ausgekontert. Im zweiten Satz kommt man zurück. Nach dem der erste Satzball daneben ging, entschied man Satz zwei mit 21:17 für sich. Es geht also in den Tiebreak. Einige Matchbälle wurde hier auf beiden Seiten abgewehrt. Es ging hin und her. Svenja Müller geht beim Stand von 16:17 in den Angriffsschlag und setzt ihn ins aus. Damit sind beide Deutschen Doppel im Beachvolleyball der Damen ausgeschieden.
Da sind Hürden im Weg
Die Morgensession in der Leichtathletik war geprägt von den Läufen über 400m Hürden der Damen und der Herren. Bei den Herren standen insgesamt vier Vorläufe für das Halbfinale an. Emil Agyekum tritt als erster Deutscher im dritten Vorlauf an. Es sieht nicht wirklich gut aus für ihn. Im Endspurt kann er sich dann auf Rang vier retten. Es geht für ihn also in die Hoffnungsläufe. Es folgt Constantin Preis. Er schließt sein Rennen auf einem etwas enttäuschenden letzten Platz ab. Auch er geht in den Hoffnungslauf. Auch Joshua Abuaku muss nochmal vor dem Halbfinale laufen. Auf Platz vier endet er im letzten Vorlauf obwohl deutlich mehr dringewesen wäre. Wie auch seine Kollegen muss er noch in den Hoffnungslauf.
Carolina Krafzik hatte diesen Hoffnungslauf am heutigen Tag. Auch über 400m Hürden. In einem sehr engen Rennen was die Spitze angeht kann sie sich nur auf Rang sechs festsetzen. Damit war es das für Krafzik die sich sicherlich mehr erwartet hat.
Jean Paul Bredau hat es währenddessen nicht geschafft sich für das Halbfinale über 400m zu qualifizieren. Der dritte Platz im Hoffnungslauf ist nicht genug um noch auf den letzten Drücker in den weiteren Wettkampf einzuziehen.
Tellerwerfen
Am Mittwoch steht das Finale im Diskuswurf an. Zuerst müssen die Athleten aber erst durch die Qualifikation. Henrik Janssen konnte leider nicht antreten und schied so kampflos aus dem Wettbewerb aus. Clemens Prüffer war der beste Werfer in seiner Quali-Gruppe. Direkt mit seinem ersten Wurf konnte er den Standard für die Direktqualifiktaion (66m) erreichen. Für Mika Sosna lief es eher weniger gut. Die ersten beiden Versuche waren ungültig und gaben ihm einen sichtlichen Dämpfer. Für Versuch Nummer drei muss er nun alles geben. Die Scheibe erreicht aber gerade so die 61m. Nicht genug für den Finaleinzug. Favorit für das Finale ist der Litauer Mykolas Alekna.
Für die Damen stand bereits am heutigen Abend das Diskusfinale an. Aus Deutschland gingen mit Claudine Vita, Kristin Pudenz und Marike Steinacker gleich drei Athletinnen an den Start. Vita wirft mit ihrem ersten Wurf gleich mal 63m. Steinacker hat noch Probleme und wirft erst 54m und verbessert sich dann auf 61m. Pudenz startet mit 60m. Ihr zweiter Wurf sollte ihr letzter sein. Nachdem sie nochmal die gleiche Länge erreicht geht ihr dritte Wurf ins Netz und damit scheidet sie für den weiteren Finalverlauf aus.
Einer im Kajak
Es standen ein weiteres Mal Finals mit dem Kajak in Paris an. Elena Lilik und Noah Hegge standen beide im Finale und durften sich natürlich berechtigte Hoffnungen auf Medaillen machen. Lilik war als erstes an der Reihe. Das Rennen läuft für sie gut aber schon beim zweiten Tor kassiert sie eine Zwei-Sekündige Zeitstrafe. Es war der Moment der ihr das Genick brechen sollte. Der bittere Platz vier am Ende für Elena Lilik. Für Noah Hegge lief es dafür besser. Ohne einen einzigen Fehler bleibt er lange auf dem zweiten Platz. Er wird jedoch vom Briten Joseph Clark eingeholt. Es reicht aber trotz allem für einen starken dritten Platz und die nächste Medaille im Kanu.
Stangensprung
Anjuli Knäsche hat sich für das Finale im Stabhochsprung qualifiziert. Mit einem Sprung über 4.40m schafft sie es gemeinsam mit 20 weiteren Athletinnen am Kampf um die Medaillen teilzunehmen. Knäsche selbst sprang die 4,20m und 4,40m mit Bravour. Erst bei den 4,55m hatte sie ihre Probleme und konnte diese Höhe nicht schaffen.
Abends traten die männlichen Athleten im Finale des Stabhochsprungs an. Für Oleg Zernikel und Bo Kanda Lita Baehre ist es aber früh im Wettbewerb vorbei. Beide müssen bei den 5,85m bereits aufhören. Ihre höchste Leistung waren die 5,70m, die beide im ersten Versuch erreichen konnten.
German Dream
Es geht um Medaillen für die 3x3 Damen aus Deutschland. Svenja Brunckhorst, Sonja Greinacher, Marie Reichert und Elisa Mevius diese vier Frauen stehen so kurz davor Deutsche Basketballgeschichte zu schreiben. Als erstes muss aber Kanada wieder einmal aus dem Weg geräumt werden. Da man das bereits schaffte, ist man guter Dinge den Nordamerikanern erneut zu schlagen. Es ist ein sehr schwieriges Spiel für Deutschland. Kanada ist fast das komplette Spiel über die bessere Mannschaft. Das wichtigste ist aber, dass Deutschland egal was Kanada machte, immer wieder rankam. In der letzten Sekunde dann ist es dann natürlich Sonja Greinacher die zum Korb zieht den Ball zum Lay-Up reinlegt. 16:15. Deutschland ist bei der Olympia-Premiere im Finale. Unglaublich. Egal was jetzt nämlich ist man geht mit einer Medaille nach Hause.
Am späten Abend auf dem Place de la Concorde folgt also die letzte Hürde vor dem großen Titelgewinn. Die Damen aus Spanien müssen jetzt noch bezwungen werden um die Sensation perfekt zu machen. ES sieht auf den ersten Blick nach allem aus aber nicht nach Gold. Spanien ist klar besser. Defensiv bricht man oft zusammen und der Zweier will einfach nicht fallen. Bei genau der Hälfte bekommt man die Probleme langsam in den Griff. Svenja Brunckhorst kann in einem Hart umkämpften Spiel auf 11:12 verkürzen. Mevius gleicht per Freiwurf aus. Spanien hört aber nicht auf zu treffen und ghet schnell wieder in Führung. Es beginnt nun eine 100 Sekündige Aufholjagd. Marie Reichert trifft und macht das 14:15. Elisa Mevius sorgt mit ihrem eleganten Drive zum Ausgleich. Die Krönung liefert Sonja Greinacher. Zweier von draußen, 17:15. Es ist geschafft. Jetzt noch eine halbe Minute nur noch Defense spielen und fertig. Gracia Alonso wirft beim Buzzer. Und der Wurf geht daneben. Die größte Sensation der olympischen Spiele ist geschafft. Deutschland holt die allererste Medaille im Basketball mit dem allerersten Auftritt der 3x3-Mannschaft. Und wer schaut zu? Dirk Nowitzki und gratuliert natürlich als erstes. Danke an Sonja Greinacher, Elisa Mevius, Marie Reichert und natürlich Svenja Brunckhorst. Ihr macht als Mannschaft so unfassbar Spaß.
Ringen, DANAS und Wasserspringen - Was sonst noch alles ging
Jello Kramer ist im Ringen bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Gegen den Chinesen Lingzhe Meng verlor Kramer mit 4:1 nach Punkten. Jello Kramer war der einzige Deutsche der sich im Ringen für Olympia qualifizieren konnte.
Im Geräteturnen am Barren trat Lukas Dauser im Finale an. Nach einer eher missglückten Performance landet er aber nur auf Platz sieben. Ein Karriereende ließ der 31-Jährige im Interview mit dem ZDF noch offen. Er bestätigte aber das er 2028 in LA nicht mehr antreten wird.
In einem dramatischen Viertelfinale traf die Deutsche Hockeynationalmannschaft der Damen genau wie die Herren auf Argentinien. Nach vielen kontroversen Schiedsrichterentscheidungen kam es bis zum Penalty-Shootout. Nach einem 2:0 im äquivalent zum Elfmeterschießen ist es für die DANAS vorbei. Argentinien kommt weiter.
Christina Wassen hat den Einzug in das Finale im Wasserspringen vom 10m Brett verpasst. Als vorletzte scheidet aus der durchaus großen Konkurrenz aus. Ihre Sprünge sind zwar meist technisch sauber doch sie hat Probleme beim eintauchen. Für die ehemalige Europameisterin war es das damit mit Olympia.
Im Volleyball ist die Deutsche Sensation im Viertelfinale schon vorbei. Gegen Frankreich sieht es nach dem ersten Satz noch sehr gut aus. Der zweite Satz wird deutlich knapper. Aber Deutschland schafft es wieder die Oberhand gegen stark Franzosen zu behalten. Es ist ein Duell auf Augenhöhe. Zwei Sätze gehen dann an die Franzosen. Es geht in den Tiebreak. Und hier muss sich Deutschland nach 17 Minuten geschlagen geben. Aus der Traum von Olympischen Edelmetall.
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