Olympia Tagebuch: Tag 13 I Königinnen der Leichathletik

Königinnen der Leichtathletik

Während die Herren im Zehnkampf ihren König der Leichtathletik küren, machen die Damen dies im Siebenkampf. Der Siebenkampf um die Königin der Leichtathletik zu küren startete heute mit den 100m Hürden. Bei der Probe gibt es sofort den ersten Schocker. Sophie Weissenberg wollte sich gerade warmmachen und sprang zur Probe über eine Hürde. Urplötzlich hört man in der Übertragung etwas schnalzen. Weissenberg stürzt zu Boden und macht ein schmerzverzerrtes Gesicht. Schnell lässt sich in der Wiederholung erkennen, dass sie sich eine Verletzung in der Wade zugezogen hat. Höchstwahrscheinlich ein Riss der Achillessehne. Gute Besserung an Sophie Weissenberg an der Stelle. Schade, dass sie bei diesen Olympischen Spielen leider nicht antreten wird. Carolin Schäfer hingegen geht weiterhin an den Start. Sie legt bei den Hürden ein starkes Rennen hin und wird gleich mal zweite. Sie verpasst den ersten Platz nur knapp und hätte es durchaus auf die Spitzenposition gepackt. 
Im Hochsprung startet Schäfer mit den 1,65m und springt sie im ersten Versuch. Nach zwei weiteren erfolgreichen Sprüngen bei den 1.68m und 1,71m geht es zu den 1,74m. Hier bekommt Schäfer Probleme und braucht drei Sprünge. Sie bringt jedoch keinen einzigen über die Latte (höhö). 
Abends geht es weiter mit dem Kugelstoßen.

Brackwasser

Um 7:30 Uhr morgens geht es mit dem mittlerweile 13. Wettkampftag los. Im Brackwasser der Seine starteten rund 24 Schwimmerinnen um 10 Kilometer im Freiwasser zu schwimmen. Aus Deutschland gingen Leonie Beck und Leonie Märtens an den Start. Beide haben bisher bei Olympia gute Ergebnisse erzielt, aber noch keine Medaille mitnehmen können. Nach dem Rennen steht fest, beide werden ohne Medaille nach Hause gehen. Beck hatte einen eher mäßigen Start. Sie arbeitete sich aber das ganze Rennen lang hoch und konnte auf einem guten Platz neun ihr Rennen beenden und das dreckige Flusswasser endlich verlassen. Märtens kam nach 1,5 Kilometern auf dem zwanzigsten Rang an und pendelte sich dort ein. Für sie kein Drama. Bereits vor dem Rennen kündigte sie das Rennen einfach machen zu wollen ohne großen Ziele.

Sei die Kugel

Im Kugelstoßen waren die Damen heute erst in der Qualifikation dran bevor es morgen ins Finale geht. Nachdem die Athletinnen obligatorisch in zwei Gruppen geteilt wurden geht es los. In Gruppe A ist Alina Kenzel die einzige Deutsche. Die haut mal gleich einen Stoß von insgesamt 18,16m raus. Ihre Bestleistung in dieser Runde. Sie landet damit auf dem vierten Platz und qualifiziert sich für das Finale. In Gruppe B befinden sich Katharina Maisch und Yemisi Ogunleye. Erstere ist leider mit ihren Wurf der 17,86m betrug nicht im Finale dabei. Ogunleye hingegen wirft im ersten Wurf starke 18,01m. Ihr letzter Wurf ist aber eine Meisterleistung. 19.24m! Eine unfassbare Leistung, womit sie sich direkt fürs Finale qualifiziert.

Acht für 83 Millionen

Es sind wieder zwei Medaillen für Deutschland gesichert. Diesmal im Kajak-Vierer der Damen und der Herren. Fangen wir mit den Herren an. Die konnten sich erst im Halbfinale souverän auf den ersten Platz setzen um dann, etwas später, im Finale um die Medaillen antreten zu können. Das Rennen entwickelt sich zu einem unfassbaren Krimi. Doch Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz können sich acht Hundertstel vor die Australier setzen. Das nächste Gold für Deutschland. 
Die Damen kam im K4 etwas schwerer ins Rennen. Doch ihre Stärke liegt bekanntlich in der zweiten Hälfte des Rennens. Mit einer wunderbaren Aufholjagd landet man am Ende auf einem stabilen zweiten Platz. Damit wurde die nächste Medaille gesichert.
Im Canadier Einer über 200m sind Lisa Jahn Und Maike Jakob mit eher schwachen Rennen nicht ins Halbfinale gekommen. Selbst in den Vorläufen konnte man keine gute Figur abliefern. Damit bleibt Team D in dieser Disziplin medaillenlos.

Wasserspringen, Klettern und alles was sonst noch passiert ist

Saskia Öttinghaus steht im Finale im Wasserspringen vom drei Meter Brett. Mit fünf guten Sprüngen hat sie sich im Halbfinale auf den neunten Platz gesprungen. Ihre besten Sprünge waren der Forward 2½ Somersaults 1 Twist und den Reverse 2½ Somersaults. Beide Sprünge wurden standardmäßig in der Hechtposition durchgeführt.

Lucia Dörffel hat den Einzug in das Finale im Lead verpasst. Die 24-Jährige rutsche leider vor den wichtigen Punkten der Kletterwand ab und konnte sich nicht zeitlich wieder hocharbeiten. Damit hat sie das zweite Finale verpasst. Das Finale im Bouldern konnte Dienstag nicht erreichen.

Über die 4x100m Staffel der Damen konnte sich das deutsche Team für das Finale qualifizieren. Man lieferte ein super Rennen und lag zwischenzeitlich vor den Favoritinnen aus den USA. Die Herren konnte hingegen in der gleichen Disziplin es nicht über die Vorläufe hinaus.


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