Olympia Tagebuch: Tag 6 | German Women can jump

 German Women Can Jump


Der deutsche Basketball ist im Aufschwung. Alle drei für Olympia qualifizierten Teams konnten sich in den bisherigen Spielen von sich überzeugen. Von bisher acht Spielen konnte man nur ein einziges nicht gewinnen. Eine unglaublich gute Quote. Seien es die Damen, Herren oder auch die 3x3 Damen. Überall scheint es zu funktionieren. 

In Sachen Basketball waren ausschließlich die Damen aus deutscher Sicht dran. Starten durfte hier die 3x3-Auswahl gegen die Kanadierinnen. Sonja Greinacher startet wie die Feuerwehr und bringt Deutschland nach exzellenten Würfen mit 5:0 in Führung. Was folgt ist ein teilweise defensiv-lastiges Spiel, wobei Deutschland immer die Oberhand behält. Starke Rebounds und wichtige Steals sorgen dafür, dass man dauerhaft als das bessere Team dasteht. Die Kanadier können stellenweise ausgleichen doch es ist wieder Sonja Greinacher und Svenja Brunckhorst die schnell ein kleines Polster von meist ein bis zwei Punkten aufbauen können. Mit noch drei Minuten auf der Uhr steht es 10:10. Es beginnt die Elisa-Mevius-Show. Es scheint als könnte sie heute nicht mehr danebenwerfen. Erst ein normaler Wurf aus dem Feld. Dann nach zwei Defensiv-Rebounds von Brunckhorst folgen zwei unglaublich Würfe von außen. Fünf Punkte Vorsprung auf den Gegner. Nach weiteren Punkten von Greinacher und Marie Reichert kann Paige Crozon mit ihrem Zweier kurz vor Abpfiff auch nicht mehr machen. Deutschland gewinnt das dritte Spiel im 3x3-Turnier und kann entspannt auf das Duell gegen Aserbaidschan am Abend blicken.

Um 11:00 Uhr folgten dann die Basketballdamen gegen Japan. Nach dem dominanten Auftritt gegen Belgien ist ein Sieg wahrscheinlich. Das erste Viertel läuft gut wo besonders Alexis Peterson glänzen darf. Im zweiten Viertel kommen die Japanerinnen wieder zurück. Die Führung können sie trotzdem nicht übernehmen. Maximal ausgleichen mehr geht nicht. Man beweist regelmäßig Kampfgeist obwohl hier die ein oder anderen Probleme durchaus auffallen. Mit einer sechs Punkte Führung geht es in die Pause. Ab dann war es dann das letzte Mal das die Japaner wieder in Führung gehen. Allen voran Satou Sabally schraubt gemeinsam mit Leonie Fiebich und Peterson den zweiten von Tokyo auseinander. Teilweise liegt man mit einem Abstand von 12 Punkten in Führung und spielt defensiv teilweise etwas anfällig doch man lässt keine Großchancen zu. Im letzten Viertel hat man erst mit offensiven Problemen zu Kämpf. Wenige Bälle wollen den Korb treffen. Nach einer vierminütigen Durststrecke kann Alexis Peterson zwei Freiwürfe verwandeln. Und mehr als Punkte durch Freiwürfe erzielt man auch nicht mehr. Von der Effizienz her hat man gegen Ende wahnsinnige Probleme. Natürlich ist es Satou Sabally die zwei Minuten vor Schluss endlich wieder Punkte aus dem Spiel erzielen kann. Eine Minute vor Spielende erzielt Saki Hayashi einen Dreier. Japan kommt mit fünf Punkten Abstand noch mal ran. Peterson bekommt aber nochmals zwei Freiwürfe, die sie beide trifft. Damit hat sie in diesem Spiel ein 100%ige Quote von der Freiwurflinie. Und nachdem Sabally ein weiteres Mal ein die Freiwurflinie darf ist es klar. Deutschland zieht vorzeitig im Viertelfinale im Debüt mit den Basketballfrauen und darf sich so langsam zum Favoritenkreis zählen. Man gewinnt mit 75:64 gegen Japan.


Der vierte Auftritt im 3x3 gegen Aserbaidschan konnte ebenfalls gewonnen werden. In einem Low-Scoring-Game zeigten sich regelmäßig Probleme im Abschluss in der Offensive. Man hatte aber bereits ein hartes Spiel in den Knochen. Beste Spielerin war Marie Reichert die in der zweiten Hälfte des Spiels sämtliche Punkte für die Deutsche Auswahl erzielen konnte und somit den Sieg sicherte. Die am Morgen überragende Elisa Mevius hatte eine logischerweise etwas kleinere Rolle und spielte ein wenig passiver und ruhiger.

Umwerfend


Fahnenträgerin Anna-Maria Wagner ist heute im Judo gestartet. Im Achtelfinale punktet sie zuerst gegen die für Guinea antretende Marie Branser. Den Sieg erreicht sie am Ende nach drei Minuten durch Disqualifikation ihrer Gegnerin. Ihr Viertelfinalkampf gegen Japanerin Rika Takayama gewinnt sie ebenfalls durch Disqualifikation. Am Nachmittag kämpft sie um den Finaleinzug gegen Inbar Lanir. Direkt zu Beginn des Kampfes setzt Lanir sofort zum Takedown an doch Wagner kann kontern. Handelt sich aber schnell zwei Shidos ein und muss nun vorsichtig agieren. Kurz darauf kassiert auch Lanir ihr erste Shido. Dann ist der Traum vom Gold ausgesträumt. Lanir setzt an und bringt Anna-Maria Wagner auf die Matte. Ippon. Doch eine Chance auf eine Medaille bleibt. In einem der Bronzekämpfe kann sie sich noch gegen  Zhenzhao Ma Bronze sichern. Aber nach 13 Sekunden im Golden Score wirft die Chinesin Wagner auf die Matte. Anna-Maria Wagner verpasst leider eine Medaille.

Völlig Fertig

Alexander Zverev hat den Einzug in das Halbfinale im olympischen Tennisturnier verpasst. Nach zwei Sätzen (5:7, 5:7) muss er sich leider gegen Lorenzo Musetti geschlagen geben. In Satz Nummer eins hatte er schon sichtlich Probleme. Nach einer Messung seines Blutzuckers in der Pause geht es in Satz zwei hin und her. Je länger das Match ging desto ersichtlicher war die Ermüdung beim Hamburger. Er zeigt sich aber durchgehend gut gelaunt und albert ein wenig mit den Zuschauern herum. Nach einer kurzen Pause wegen der Schließung des Stadiondachs geht es weiter. Beim Stand von 5:7 für Musetti sind die Kräfte bei Zverev am Ende. Erschlagen von der Französischen Hitze ist das Spiel für ihn vorbei. Der Olympiasieger von 2021 kann seinen Triumph nicht wiederholen. Damit sind alle Tennisspieler aus Deutschland im olympischen Turnier ausgeschlossen. Dennoch eine starke Turnierleistung von Alexander Zverev. 
In einem ZDF-Interview nach dem Spiel meinte Zverev, dass er sich schon die ganze Woche nicht wohl gefühlt hat. Falls er tatsächlich die ganzen Spiele krank bestritten hat verdient er meinen absoluten Respekt.

Spazieren

Die ersten Wettbewerbe in der Leichathletik standen heute auf dem Programm. Es waren zwar "nur" die 20 Kilometer Gehen bei Frauen und Männer aber wenigstens etwas. Bei den Herren gingen Christopher Linke und Leo Köpp an den Start. Linke konnte auf Platz 19 das Rennen beenden während Köpp auf Rang 23 endete. Bei den Frauen landete Saskia Feige auf Platz 28. Zeitlich lagen alle bei ungefähr 70 bis 90 Minuten.


Turnen, Bogenschießen und Handball - Was sonst heute passiert ist

Das Duo aus Nils Ehlers und Clemens Wickler konnten auch ihr zweites Match bei Olympia gewinnen. Nachdem es lange nach einer Niederlage für das Duo gegen Australien aussieht, wehrt man ganze sechs Matchbälle des Duos bestehend aus Thomas Hodges und Zachery Schubert ab. Nach einem ebenbürtigem Gegner hat man nun eine optimale Chance auf das Achtelfinale. 

Florian Unruh steht im Achtelfinale im Bogenschießen mit einem 6:0 Erfolg gegen den Ägypter Youssof Tolba. Im Match überzeugt er mit seinen letzten beiden Sätzen die er beide mit perfekten 30 Punkte abschließt. In der Runde der letzten 32 geht es dann etwas enger zu. Gegen den Japaner Junya Nakanishi setzt er sich mit 6:4 durch. Das Match geht am Ende über fünf Sätze. Doch mit einer 10 zum Abschluss steht er im Achtelfinale gegen den Briten Tom Hall


Die dritte Bogenschützin der Damen Charline Schwarz hat die Nächste Runde im Einzelturnier erreicht. Nach fünf Sätzen konnte sie sich gegen die Mexikanerin Ana Vazquez durchsetzen. Im Sechzehntelfinale tritt sie gegen Olympiasiegerin Hunyoung Jeon an. Nach vier Sätzen ist Schluss für Charline Schwarz. Damit ist nur noch Michelle Kroppen im Damen Einzel im Bogenschießen.

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